Eurovent entwickelt Positionspapier zu Grenzwerten für die Partikelkonzentration in Lüftungssystemen und in der Raumluft

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Das Positionspapier gilt als Reaktion auf das anhaltende Fehlen sinnvoller EU-Vorschriften für Indoor Air Quality (IAQ) nach der Neufassung der EPBD (Europäische Gebäuderichtlinie).

Eurovent hat ein Positionspapier entwickelt, in dem der Europäischen Kommission empfohlen wird, Grenzwerte für die Partikelkonzentration in der Zuluft von Lüftungssystemen einzuführen und einen umfassenden Ansatz für Feinstaub in der Raumluft selbst zu entwickeln. Das Positionspapier spiegelt die Unterstützung der Industrie für gesetzliche Anforderungen wider, die gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen und die Anerkennung der Bedeutung einer angemessenen Belüftung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Gebäudebewohner fördern.

Die Raumluftqualität ist ein vorrangiges Anliegen von Eurovent und seinen Mitgliedern, die die strengeren Standards für die Luftreinheit stets nachdrücklich begrüßen. Diese gehen mit der Entwicklung anspruchsvollerer Gesetze, Normen und gesundheitsbewussterer Einstellungen einher.

Obwohl Überlegungen zur Luftqualität in die Neufassung der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden aufgenommen wurden, gibt es in der EU noch keine konkreten durchsetzbaren Anforderungen an die Innenraumluft (Indoor Air Quality – IAQ). Lüftungssysteme spielen eine entscheidende Rolle für die Qualität der Raumluft, aber da es keine EU-Vorschriften gibt, werden sie nicht immer angemessen gewartet und ihre Komponenten nicht rechtzeitig ausgetauscht.

Jan Andersson von Camfil, Vorsitzender der Eurovent Produktgruppe Luftfilter sagt: "Die Entwicklung eines Regulierungssystems für die Luftqualität in Innenräumen ist komplex, und so sind wir uns bewusst, dass es hier keinen Königsweg gibt. Ohne eine konkrete Gesetzgebung bleiben jedoch der Bedarf der Bewohner von Gebäuden an sauberer Luft und die, für eine gesteigerte Qualität der Innenraumluft zur Verfügung stehenden Lösungen weiterhin unterbewertet. Mit diesem Positionspapier wollen wir deutlich machen, dass ein erster konkreter Schritt zu durchsetzbaren Grenzwerten für bestimmte Innenraumschadstoffe besser ist als der Status quo. Eurovent hat und wird Initiativen unterstützen, um den Gebäudetechniksektor energieeffizienter und nachhaltiger zu machen, aber wir dürfen auch die Aspekte Funktionalität, Gesundheit und Sicherheit nicht aus den Augen verlieren".

Das Positionspapier wurde in der Eurovent Produktgruppe "Luftfilter" entwickelt und konzentriert sich auf Feinstaubpartikel, die Menschen mehr betreffen als sonstige anderen Schadstoffe. Expositionen gegenüber diesen Feinstaubpartikeln können zu einer verminderten Lungenfunktion, Haut- und Augenproblemen, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz führen. Die Einführung harmonisierter durchsetzbarer Anforderungen im gesamten Binnenmarkt würde dazu beitragen, die Gebäudenutzer vor diesen Risiken zu schützen und die Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen, die IAQ-Lösungen anbieten, zu verbessern.

 

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